Konzert
4. Philharmonisches Konzert | Rameau, Foss, Bach & Haydn
Über Jahrhunderte hinweg wurde versucht, eine Maschine zu konstruieren, die – einmal in Gang gesetzt – für immer weiterläuft. Was eine physikalische Unmöglichkeit darstellt, wird in der Musik erlebbar: Einmal in Gang gesetzt, verzweigen sich Impulse über Jahrhunderte hinweg und finden ihren Weg bis in die Gegenwart. So ist Lukas Foss’ RENAISSANCE CONCERTO eine Handreichung von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Impulse aus Renaissance und Barock finden darin ihren Weg in den Konzertsaal des 21. Jahrhunderts. Dass es eine „einheitliche“ Vergangenheit nicht gibt, zeigen die Werke, die dem Konzert zur Seite gestellt sind: Von den spielerischen Affekten in Jean- Philippe Rameaus letztem Bühnenwerk LES BORÉADES (das über 200 Jahre auf seine Uraufführung warten musste) über die Hamburger-Sinfonien C. P. E. Bachs (dessen Ruhm, den seines Vaters zu Lebzeiten weit überstieg) bis zum „klassischen Ideal“ Joseph Haydns (das es wohl gar nicht gibt). Sie zeigen, dass Impulse unendlich reichen können und musikalische Freiheiten keinen geraden Weg nehmen.
JEAN-PHILIPPE RAMEAU (1683–1764)
LES BORÉADES
Suite für Orchester
LUKAS FOSS (1922–2009)
RENAISSANCE CONCERTO
CARL PHILIPP EMANUEL BACH (1714–1788)
HAMBURGER SINFONIE D-Dur Wq. 183/1
JOSEPH HAYDN (1732–1809)
Sinfonie Nr. 45 fis-Moll Hob. I:45 ABSCHIEDSSINFONIE
6 €
19–41 €
19–41 €