Konzert
7. Philharmonisches Konzert | Copland, Herz & Beach
Die amerikanische Komponistin Amy Beach war, was man gemeinhin ein Wunderkind nennt. Schon früh trat sie als Komponistin in Erscheinung und debütierte als Pianistin in Boston. Bis ihre Heirat der Karriere einen Dämpfer verpasste: Nur noch wenige öffentliche Auftritte waren gestattet und ihre Werke trugen nun die Initialen ihres Ehemanns. Dennoch schrieb sie Musikgeschichte: Ihre Sinfonie ist die erste überhaupt, die von einer Amerikanerin veröffentlicht wurde. Auch Maria Herz musste den Namen ihres verstorbenen Mannes verwenden, um in der männerdominierten Musikdomäne Fuß fassen zu können. Zehn Jahre war sie mit ihren Werken präsent, bis sie 1935 als Jüdin nach England und schließlich in die USA emigrieren musste und ihr Werk in Schubfächern verschwand. Wie bei kaum einem anderen Komponisten kommt die Dichotomie der Musikwelt des 20. Jahrhunderts in Aaron Coplands Werken in einen Einklang – der neuen Musik zugewandt und dabei gleichzeitig verständlich, setzt er sich auch mit seiner Suite zum Ballett APPALACHIAN SPRING über klare Zuordnungsversuche hinweg.
AARON COPLAND (1900–1990)
APPALACHIAN SPRING Suite für Orchester
MARIA HERZ (1878–1950)
Konzert für Cello und Orchester
AMY BEACH (1867–1944)
GAELIC SYMPHONY op. 32