Konzert
8. Philharmonisches Konzert | Widmann, Mendelssohn & Beethoven
Als die 7. Sinfonie 1813 zum ersten Mal erklang, feierte Ludwig van Beethoven mit diesem neuen Werk den größten Erfolg seiner Karriere und die Presse überschlug sich mit Superlativen. Tatsächlich umgibt sie etwas Besonderes und ein Blick in mehr als 100 Seiten Skizzen lässt einen Grund dafür erahnen: Beethoven entwickelte von Beginn an seine Ideen für alle vier Sätze gemeinsam. Jenseits der Norm liegt der Fokus nicht auf dem melodischen Voran, sondern auf der rhythmischen und harmonischen Entwicklung, die der Sinfonie Motorik und Schwung über alle Sätze hinweg verleiht. Das Motorische findet neben konkreten Themen und Zitaten aus allen Sinfonien Beethovens besonderen Eingang in Jörg Widmanns Hommage-Komposition CON BRIO. Ähnlich stürmischen Beifall löste Felix Mendelssohn Bartholdys 1. Klavierkonzert aus, das im 19. Jahrhundert regelrecht zum „Schlager“ wurde, bis es im 20. Jahrhundert zunehmend von den Spielplänen verschwand. Mendelssohn stellte dem Virtuosentum seiner Zeit ein Konzert entgegen, das nicht oberflächlich, sondern musikalisch komplex daherkommt und Solist*innen vor eine ganz andere Aufgabe stellt.
JÖRG WIDMANN (*1973)
CON BRIO Konzertouvertüre für Orchester
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809–1847)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 25
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92