Musiktheater
Dramma per Musica in drei Akten
Musik von Georg Friedrich Händel
Libretto nach Ludovico Ariostos ORLANDO FURIOSO
Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten | eine Pause
Zu allen Vorstellungen (außer der Premiere) findet 30 Minuten vor Beginn eine Einführung statt.
Auf der Suche nach ihrem Geliebten Ruggiero begeben sich Bradamante und ihr Vertrauter Melisso in das Reich von Alcina. Sie geraten dort in eine Welt der enthemmten Gelüste, der permanenten Ekstase und des Rausches. Doch als sie Ruggiero finden, müssen sie erkennen, dass er in Alcinas Zauberbann die Erinnerung an sein früheres Leben verloren hat. Bradamante und Melisso versuchen, ihn zu wecken und in sein altes Leben zurückzuführen. Es entbrennt ein Kampf zwischen Rausch und Realität, um den Zauber von Alcina zu brechen. Doch wie macht man weiter nach dem Erwachen? Wie kehrt man zurück in die Wirklichkeit, wenn man im Spiel alles auf eine Karte gesetzt hat? Was bleibt übrig, wenn der Rausch vorbei ist?
Georg Friedrich Händel (1685–1759) komponierte sein Dramma per musica 1735 für das neu erbaute Covent Garden Theatre in London, wo er in eigener Regie und auf eigene finanzielle Verantwortung wirkte. ALCINA war bereits seine dritte Bearbeitung des ORLANDO-Stoffes, der durch die Jahrhunderte hinweg zahlreiche Komponist*innen inspirierte. Doch keine andere musikalische Interpretation ist so bekannt geblieben wie ALCINA. Händel arbeitete mit einer fast verschwenderischen Fülle an Affekten, Farben und Melodien sowie zwei Klangwelten im sinnlich-nüchternen Kontrast. So enthüllt er Stück für Stück die Facetten seiner Figuren.
8–52 €
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Das Vorbestellkontingent ist erschöpft. Der Freiverkauf beginnt am 1.4.26.
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Das Vorbestellkontingent ist erschöpft. Der Freiverkauf beginnt am 1.4.26.
Das Vorbestellkontingent ist erschöpft. Der Freiverkauf beginnt am 1.4.26.
8–52 €
Einführung 17.30 Uhr
8–52 €
Einführung 19.00 Uhr
„Das Theater Regensburg kann auch Barock-Oper. […] Andreas Kowalewitz und der Regisseur Manuel Schmitt haben eine atemberaubend rasante Strichfassung der Oper erstellt, alles, was man braucht, ist drin (knapp zweieinhalb Stunden Musik), was man nicht braucht, ist weg. […] Ruggiero, verkörpert von der stimmlich überragenden Rahel Brede, suchte hier offenbar Vergnügungen, die ihm Verstand und Freude austrieben.“ — (22.3.26)
„Eine konsequent gedachte Inszenierung trifft auf eine Oper voller Ambivalenz: Am Theater Regensburg wird Händels „Alcina“ zum kühlen Erlebnisparcours. […] Umso wärmer strahlt die Stimme von Kirsten Labonte. Sie besitzt alle Fähigkeiten, die es braucht, um mit dieser Stimme die vielschichtige Titelfigur aufzufächern. Mit vollem, dabei schlankem, beweglichem Sopran ist sie eine geborene Königin.“ — (22.3.26)
„Kirsten Labonte beteuert als schwer zu fassende Alcina ihre guten Absichten mit beeindruckender Ausdruckskraft. Zusammen mit Rahel Brede als verblendeter Ruggiero, Scarlett Pulwey in der Rolle als Morgana und Polina Artsis als Bradamante (herrlich in ihrer wütende Rache-Arie „Vorrei vendicarmi“) bildet sie das beeindruckende Zentrum barocker und hochaufgeladener Koloraturkunst. […] Die üppige Barockwelt reduziert sich auf ihr Innerstes, es bleibt die intime, sehenswerte Seelenschau in der großartigen Musik von Georg Friedrich Händel.“ — (22.3.26)
„Großes Lob gebührt allen sechs Bühnenakteuren, da sie sowohl schauspielerisch als auch gesanglich auf beeindruckendem Niveau agieren. Ganz besonders gilt das für die Sopranistin Kirsten Labonte in der Titelrolle der Alcina. Sie schafft es, neben der perfekten Umsetzung der Barockkoloraturen hohe Lagen selbst in Pianissimo-Passagen noch vorbildlich intonationsrein und ausdrucksstark über die Bühne zu bringen. Ihr kaum nach stehen Rahel Brede als Ruggiero, Scarlett Pulwey als Morgana, Polina Artsis als Bradamante, Konstantin Igl als Oronte und Jonas Atwood in der Rolle des Melisso.“ — (24.3.26)
„Today Baroque Opera is served by a wealth of specialised baroque ensembles and singers whose names dominate the international circuit. All the more remarkable, then, was the achievement of Theater Regensburg at the premiere of Alcina: what emerged here was not merely a respectable attempt of a medium-sized house at a canonical work, but a genuine triumph, vocally, musically, and theatrically, realised almost entirely with the house’s own forces. One understands immediately why Regensburg was named Opera House of the Year in 2025.“ — (24.3.26)