Iphigenies Rache

Schauspiel

Iphigenies Rache

Soloperformance von und mit Lilly-Marie Vogler

Textfassung von Lilly-Marie Vogler unter Mitarbeit von Nils Strunk

14+

Dauer: ca 1 Stunde 30 Minuten | keine Pause

Zu allen Vorstellungen (außer der Premiere) findet 30 Minuten vor Beginn eine Einführung und im Anschluss ein Nachgespräch statt.

Uraufführung

Durch die Zeiten hinweg ist Iphigenie Projektionsfläche: Bei Euripides rettet sie den Vater und das ganze griechische Volk, indem sie sich selbst opfert. Göttin Artemis bewahrt sie vor dem Tod, schickt sie dafür aber nach Tauris, wo Johann Wolfgang von Goethe aus ihr eine nachsichtige Humanistin macht. In den Jahrhunderten dazwischen widmet Boccaccio Iphigenies Raub ein Kapitel im DECAMERONE, Racine bringt die Geschichte an den Hof in Versailles, Gluck macht aus Iphigenie eine Oper in drei Akten und Volker Braun beschreibt in IPHIGENIE IN FREIHEIT den Zerfall einer Epoche. Doch wer ist die junge Frau hinter dem Mythos, hinter dieser kollektiven Erzählung der Geopferten?
In ihrem Soloabend untersucht Lilly-Marie Vogler eine der bekanntesten Frauenfiguren zwischen Mythos und Literatur. Sie reflektiert Frauenbilder von damals und heute und befreit Iphigenie von Erwartungshaltungen und den Zuschreibungen des Patriarchats. Dabei rechnet Iphigenie nicht nur filter- und gnadenlos mit ihrem Vater Agamemnon ab, sondern legt Ungesagtes der letzten 2.400 Jahre offen.

Besetzung