Musiktheater
Oper in drei Akten
Musik von Karol Szymanowski
Libretto von Jarosław Iwaszkiewicz und vom Komponisten
In Kooperation mit

Zu allen Vorstellungen (außer der Premiere) findet 30 Minuten vor Beginn eine Einführung und im Anschluss ein Nachgespräch statt.
König Roger ist hin- und hergerissen: Er kämpft einen äußeren Kampf zwischen Ideologien, zwischen Konservatismus und Sinnlichkeit, zwischen christlicher Orthodoxie und heidnischer Hemmungslosigkeit – repräsentiert einerseits durch die Kirche und andererseits durch die Figur des Hirten. Dieser Hirte predigt einen dionysischen Kult, der die Königin Roksana magisch anzieht und Roger in einen Konflikt zwischen der alten Ordnung und den neuen Verlockungen geraten lässt. Der Hirte wird schließlich als der Gott Dionysos entlarvt. Zwischen Staatsräson und der Akzeptanz seines verführten Charakters schwankend, gibt Roger sein Königreich auf und begibt sich auf die Suche nach dem Hirten.
Die Oper KRÓL ROGER des polnischen Komponisten Karol Szymanowski (1882–1937) entstand zwischen 1918 und 1924. Das Libretto schrieb der Komponist in Zusammenarbeit mit seinem entfernten Cousin Jarosław Iwaszkiewicz. Zahlreiche Reisen nach Italien, Euripides’ DIE BAKCHEN, Platons PHAIDROS und SYMPOSION sowie Werke von Friedrich Nietzsche waren spirituelle Inspirationsquellen für das impressionistische Werk. Szymanowski selbst bezeichnete seine Oper als „Mysterium“ – ihre Themen kreisen um Selbsterkenntnis, Sexualität, veränderte Bewusstseinszustände, aber auch Religion und neue Formen der Spiritualität. Die originelle Synthese aus musikalischen und philosophischen Einflüssen ist einer der Gründe, warum KRÓL ROGER in den letzten Jahren auf den Opernbühnen der Welt eine Renaissance erlebt.
8–52 €
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