„Ich bin ein Verzweifelter. Verzweifelt, weil ich sehe, wie ein großer Teil der Menschen aus der Geschichte nicht lernt. Verzweifelt, weil die Demokratie, die mir das Leben ermöglicht hat, zerbröselt.“
Demokratie ist nie statisch, sondern dynamisch. Sie lebt durch die Menschen, die ununterbrochen an ihr arbeiten. Wer wüsste das besser als Michel Friedman. Er ruft dazu auf, endlich zu handeln – für Freiheit und Menschenrechte. Mit klaren Analysen entlarvt er die Gefahren von Resignation, mediengetriebener Sensationslust und unerfüllten Versprechen. Dieses Buch fordert heraus, irritiert und inspiriert zugleich. Es ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Demokratie. Ein drängender Appell, für Würde, Rechte, Vielfalt und Freiheit zu kämpfen, bevor es zu spät ist. Ein Weckruf, die Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu gestalten.
Neben den Passagen, die Michel Friedman aus seinem Buch liest, ist Michel Abdollahi als Gesprächspartner an diesem Abend eingeladen. Die Zeit nannte ihn kürzlich einen politischen Entertainer. Er ist Journalist und Fernsehmoderator, Conférencier und Performance Künstler, geboren im Iran, verwurzelt in Hamburg, studierte Rechtswissenschaft, Islamwissenschaften und Iranistik. Er schreibt Kurzgeschichten und Gedichte und widmet sich der Übersetzungen und Erläuterung klassischer persischer Dichtung. Abdollahi ist stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Landesfachausschusses für Integration und war langjährig in der Senatskanzlei tätig. Im Oktober 2015 drehte er für „Panorama – Die Reporter“ die vielbeachtete Dokumenta-tion Im Nazidorf anlässlich der ARD Themenwoche Heimat. Dafür erhielt er 2015 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Persönliche Leistung Information“.