Sonderveranstaltung
Ausschnitte aus ihren Büchern OKTOBERFEST und OPERNBALL
In der Reihe Große Namen – Große Texte
Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, Aussichtslosigkeit und Depression. Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was und sprengt alle Genregrenzen. Das ist oft zum Brüllen komisch, manchmal auch tragisch.
2016 erhielt sie den Publikumspreis beim Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann- Preis in Klagenfurt und 2022 den Jurypreis des Prix Pantheon in Bonn.
Ihre Bücher Statusmeldungen, Dicht, IOWA und Opernball waren Bestseller, Statusmeldungen wurde für das Kino verfilmt. Im Antoniushaus in Regensburg liest sie aus Ihren Büchern Oktoberfest und Opernball.
Oktoberfest – Eine Reise in den Rausch
Nach ihrem Buch über den Opernball legt Stefanie Sargnagel mit einem weiteren abenteuerlichen Reisebericht nach: Jetzt schreibt sie über das Münchner Oktoberfest. Allen Warnungen zum Trotz und in ein Dirndl geschnürt begibt sie sich an einen Ort, der für viele eine Zumutung ist und für andere der Himmel. Das bietet viel Anlass zum Nachdenken über die liebenswerten und weniger schmeichelhaften Gemeinsamkeiten von Osterreich und Bayern. Vor allem ist es aber eine mitreisende, mitreisend komische Höllenfahrt in ein Paradies des Exzesses, wie es nur in Bayern vorstellbar ist. Es wird nicht getrunken, sondern gesoffen, gefressen und gehurt, gewankt, gekotzt, das Bewusstsein verloren, alles in dem Hochgefühl, dass es genauso sein soll.
Opernball – Zu Besuch bei der Hautevolee
Steffi Sargnagel war auf dem Wiener Opernball, und jetzt hat sie so einiges zu erzählen: von den Reichen und Schönen, von den reichen Nicht-so-Schönen, von Abendkleid und Walzertraum. Natürlich ist alles ganz schrecklich, aber auch schrecklich interessant! Und der Blick dieser Autorin ist böse, jedoch nicht gnadenlos, dafür interessiert sie sich zu sehr für die ihr fremden Welten. Und so begibt Steffi sich geschminkt, geschnürt, zurechtgemacht aufs härteste Parkett der Welt, amüsiert uns aufs Köstlichste und wirft ein Schlaglicht auf die unheimliche Schnittmenge von Kultur, Kapital und Macht.