Sonderveranstaltung
Warum ist sie nicht Präsident?
Reden von Frauen
Die öffentliche Rede ist nicht nur die älteste performative Form des Sprechens – schon die antiken Philosophen widmeten sich umfänglich den Regeln der Rhetorik – sondern auch ein immer noch wirkmächtiges und durch alle historischen und politischen Phasen präsentes Instrument. Sie kann überzeugen, begeistern, warnen, werben, vereinen und polarisieren, motivieren und agitieren. Als performativer Monolog, an eine konkrete Zuhörerschaft gerichtet, ist sie dem Theater verwandt.
Während die mächtigsten Männer der Weltpolitik heute mittels plumper Sprüche die Aufmerksamkeitsmaschinerie befeuern und von der einstmaligen Kunst der Rede wenig übriggeblieben scheint, widmen sich die Schauspielerinnen Kathrin Berg, Sophie Juliana Pollack, Franziska Sörensen und Natascha Weigang am Welttag des Theaters beeindruckenden Reden von Christa Wolf, Bertha von Suttner, Helene Lange und Heike Sander.